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Insolvenzzahlen: März 2009 & 1. Quartal 2009 Drucken E-Mail

Pressemitteilung Nr.221 vom 10.06.2009


10% mehr Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2009


WIESBADEN – Im ersten Quartal 2009 verzeichneten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 39 004 Insolvenzen, darunter 7 712 von Unternehmen und 24 106 von Verbrauchern. Ein Vergleich dieser Zahlen mit dem Vorjahr würde die tatsächliche Entwicklung nicht korrekt widerspiegeln, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2008 nicht periodengerecht gemeldet worden sind. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre lässt sich aber die Entwicklung auch anhand der Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen. Ohne Nordrhein-Westfalen hat die Gesamtzahl der Insolvenzen im ersten Quartal 2009 um 0,4% und die der Unternehmensinsolvenzen um 10,0% zugenommen. Im gleichen Zeitraum sind die Verbraucherinsolvenzen um 2,4% zurückgegangen.
 
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2009 auf 9,7 Milliarden Euro (einschließlich Nordrhein-Westfalen) gegenüber 7,3 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 
Im März 2009 haben die Amtsgerichte 2 874 Insolvenzen von Unternehmen (+ 31,0% gegenüber März 2008) und 8 755 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 15,2%) verzeichnet. Insgesamt registrierten die Gerichte 14 216 Insolvenzen (+ 17,7%). Die Veränderungsraten beziehen sich wiederum auf Berechnungen ohne Nordrhein-Westfalen. Die registrierten Insolvenzen dürften im März 2009 auch deshalb so stark zugenommen haben, weil die Osterfeiertage im Jahr 2008 im März lagen, 2009 jedoch nicht, und somit die Gerichte im März 2009 deutlich mehr Insolvenzanträge bearbeiten konnten als im Vorjahresmonat.


 
Insolvenzen in Deutschland 
Gegenstand der NachweisungMärz
2009 1)
Veränderung
gegenüber
März 2008
in % 2)
1.  Quartal
2009 1)
Veränderung
gegenüber
1.  Quartal 2008 in % 2)
1) Einschließlich Nordrhein-Westfalen.
2) Ohne Nordrhein-Westfalen.
Insgesamt 14 216 + 17,7 39 004 + 0,4
Unternehmen 2 874 + 31,0 7 712 + 10,0
Übrige Schuldner 11 342 + 15,3 31 292 – 1,4
davon:   
  – Verbraucher 8 755 + 15,2 24 106 – 2,4
  – natürliche Personen als Gesellschafter 132 – 14,4 404 – 9,9
  – ehemals selbstständig Tätige 2 221 + 17,5 6 157 + 2,3
  – Nachlässe 234 + 15,0 625 – 1,7

 
Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: (0611) 75-2811,

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