| Insolvenzen: September 2006 |
| Insolvenzstatistik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Pressemitteilung vom 8. Dezember 2006
17% weniger Unternehmensinsolvenzen im September 2006
WIESBADEN – Der schon seit zwei Jahren zu beobachtende Rückgang der
Unternehmensinsolvenzen hielt auch im September 2006 an. Nach
vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Angaben für das
Saarland sind geschätzt) verzeichneten die Gerichte 2 380 Insolvenzen
von Unternehmen, 17,3% weniger als im September 2005. Dagegen hat die
Zahl der Verbraucherinsolvenzen im September 2006 um 21,7% auf 7 350
zugenommen. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten
Schuldnern und den Nachlassinsolvenzen lag die Gesamtzahl der
Insolvenzen im September 2006 bei 12 160 Fällen; das waren 7,0% mehr
als im September 2006.
Von Januar bis September 2006 wurden 23 391 Insolvenzen von Unternehmen
(– 17,2%) und 67 002 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 37,0%) gezählt.
Insgesamt registrierten die Gerichte in diesen neun Monaten 114 068
Insolvenzen, das waren 13,8% mehr als im entsprechenden
Vorjahreszeitraum.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für Januar bis September 2006 mit 25 Milliarden Euro gegenüber 28 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Fünftel der Insolvenzfälle ausmachen, entfielen auf sie rund 60% aller Forderungen. Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2006 mit knapp 32 000 Unternehmensinsolvenzen (2005: 36 843) und mit über 90 000 Verbraucherinsolvenzen (2005: 68 898). Insgesamt werden über 150 000 Insolvenzfälle (2005: 136 554) erwartet.
1) Saarland September 2006 geschätzt.
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